Ende für Rychenberger Prüfungen

ZÜRICH Im nächsten Mai werden die Prüflinge an den Aufnahmeprüfungen fürs Langzeitgymnasium im ganzen Kanton über denselben Rechenaufgaben brüten und dieselben Grammatikfragen beantworten. Wie die Bildungsdirektion gestern mitgeteilt hat, wird die Prüfung vereinheitlicht. «Wir finden das schade, haben uns aber damit arrangiert», erklärt Claude Walther, Prorektor der Kantonsschule Rychenberg in Winterthur. Das Rychenberg hat bisher stets eine eigene Prüfung ausgearbeitet. Daneben gab es drei weitere Examensversionen: Eine für die Gymnasien Wetzikon und Dübendorf, eine für die Stadtzürcher Schulen und eine für die Kantonsschulen im Unterland. «Mit unserer Prüfung konnten wir eigene Schwerpunkte setzen», erklärt Walther, warum bisher eine eigene «Rychenberger Prüfung» ausgetüftelt wurde. «Das neue Verfahren ist für uns weniger schnell und direkt, dafür ist der Aufwand nun kleiner», sagt Claude Walther. Grösser sei dafür das Sicherheitsproblem: Wenn im Vorfeld der Prüfungen Aufgaben oder gar Lösungen durchsickern, wäre nun gleich der ganze Kanton betroffen.

Ein Jahr später, im Frühling 2008, werden auch die Prüfungen in die Kurzzeitgymnasien vereinheitlicht. Dann wird die Aufnahmeprüfung für die Langzeitgymnasien versuchsweise um einen «fachfreien, sprachneutralen Potenzialtest» erweitert. Dieser soll eine «prognostische Ergänzung» zur bisherigen Prüfung liefern, so die Bildungsdirektion. (bä - Jakob Bächtold)