Maturafeiern: 208 sind nun reif für die Hochschule

Auf dieses Ereignis freut sich jeder Gymnasiast: An den Kantonsschulen Rychenberg und Büelrain feierten 208 Maturanden den Abschluss eines Lebensabschnitts.

«Sascha Brunner», liest Rychenberg-Prorektor Claude Walther vom Blatt ab. Sascha tritt aus der Reihe vor. Applaus brandet durch den Stadthaussaal. Es folgt der obligate Händedruck des Prorektors, dann ist es endlich so weit: Sascha Brunner erhält sein Maturzeugnis. Lässig winkt er den stolzen Eltern zu. «Lisa Hunziker». Auch sie geniesst den Beifall und bedankt sich mit einem Knicks. Nach 107 geschüttelten Händen und 107 verteilten Zeugnissen nimmt der Prorektor das Mikrofon ein letztes Mal in die Hand: «Sie gehören nun nicht mehr zur Kantonsschule Rychenberg.» Der Jubel kennt keine Grenzen, die Maturanden fallen sich in die Arme – da und dort sogar ein Tränchen. Vergessen sind Lernstrapazen und schlechte Noten. Einer Maturandin haben ungenügende Prüfungsresultate aber sicher keine schlaflosen Nächte beschert: Mit einem Notendurchschnitt von 5.78 ist Sarah Thaler Jahrgangsbeste.

Mit der «minimalen Punktezahl» bestand damals Jacqueline Fehr die Schlussprüfung. Die SP-Nationalrätin und ehemalige Schülerin des Rychenberg erzählt in der offiziellen Maturansprache aus ihrer Schulzeit. Aus einfachen Verhältnissen stammend, habe sie sich im Gymnasium oft fremd gefühlt und mit dem «elitären Getue Mühe gehabt». Die Ausbildung habe ihr aber Türen geöffnet, betont Fehr, und erinnert sich an die Lehrer, welche sie in der schwierigen Zeit unterstützten.

Für die vier Maturanden, die in ihrer Rede auf die Schulzeit zurückblicken, ist das Maturzeugnis aber mehr als nur ein Dokument, das Türen öffnet: «Es steht für gute und schlechte Erinnerungen der vergangenen sechs Jahre.» Umrahmt wird die Feier von Musik – komponiert und vorgetragen von Maturanden. [...] (cs/st)