Diplommittelschule wird Fachmittelschule

Die neuen Fachmittelschulen sind auf Kunst, Gesundheit oder Pädagogik spezialisiert. Die Standorte bleiben Winterthur und Zürich.

ZÜRICH – Ein Beschluss der Erziehungsdirektorenkonferenz von 2003 zwingt den Kanton, seine Diplommittelschulen in dreijährige Fachmittelschulen (FMS) umzuwandeln. Dies soll nun auf Schulbeginn 2007/08 geschehen, wie der Regierungsrat beschlossen hat. Beim Abschluss erhalten alle FMS-Absolventen einen Fachmittelschul-Ausweis und haben Zugang zu den Fachhochschulen. Es kann ein viertes Praxisjahr mit Abschlussarbeit angehängt werden, womit die Fachmatur erlangt wird. Neu gibt es drei Fachrichtungen:

Kunst: Damit wird erstmals eine reguläre Ausbildung in Kunst und Theater auf der SekundarstufeII geschaffen. Pro Jahrgang ist nicht mehr als eine Klasse vorgesehen, wobei Interessenten zuvor einen Eignungstest absolvieren müssen.

Gesundheit und Naturwissenschaften: Hier gibt es keine Zulassungsbeschränkung. Im vierten Jahr kann das Eidg. Fähigkeitszeugnis Fachangestellte Gesundheit (Fage) und die entsprechende Berufsmatur oder die Fachmatur (Naturwissenschaften) erworben werden.

Pädagogik und Kommunikation: Im Profil Pädagogik gibt es keine Fachmatur. Diese Ausbildung gilt als Trampolin für die Pädagogische Hochschule, für die allerdings nach einem Vorkurs eine Aufnahmeprüfung bestanden werden muss.

Gesundheit am Rychenberg

Der Bildungsrat muss noch über die Standorte der drei FMS entscheiden, wobei die Infrastruktur gleich bleiben soll. Am wahrscheinlichsten erscheint, dass im Winterthurer Rychenberg-Schulhaus das Profil Gesundheit angesiedelt wird, weil zwei weitere Gesundheitsschulen ebenfalls in der Eulachstadt aufgebaut werden. Die beiden anderen Profile werden wohl im Schulhaus Birch in Zürich-Oerlikon angesiedelt. (Pascal Unternährer)