Lesen fördert Verständnis und bringt neue Ideen

Die Kantonsschulen Rychenberg und Büelrain haben am Freitag mit zwei Feiern ihre Maturandinnen und Maturanden verabschiedet.

Die erfolgreichen Absolventinnen und Absolventen des Langzeitgymnasiums Rychenberg durften die lang ersehnten blauen Umschläge im Stadthaus in Empfang nehmen. Vor allem die Maturandinnen beeindruckten laut Markus Wettstein, Prorektor und Jahrgangsbetreuer, durch gute Noten. So sind die Jahrgangsbesten mit Anina Bracher, 16 Punkte, Sarah Wettstein, 14,5 Punkte, und Marie-Cristine Kaptan, 14 Punkte alle Frauen. Jedoch bezeichnet Wettstein den abgehenden Jahrgang auch als «Lost Generation». Trotz einer hohen Zahl an hervorragenden Resultaten und ausserordentlichen Maturarbeiten sei der Jahrgang «ein hoffnungsloser Fall, welcher den Einstieg ins neue Absenzensystem nie ganz geschafft» habe. Von AE (Absenzeinheiten) ist denn auch im «Reifeprozess» die Rede, dem Beitrag der Klasse 6dG. In Bildern wird die Entwicklung gezeigt der anfangs unschuldigen Erstklässler zu den weniger unschuldigen älteren Semestern.

Für einmal bestimmen nicht trockene wirtschaftliche Themen oder Ausblicke auf das Studium die Maturrede. Die ehemalige Rychenberglerin und Chefredaktorin des «Landboten», Colette Gradwohl, ruft in ihrer Rede zu kritischem Denken und zum Dialog mit sich selbst und seiner Umwelt auf. Ins Zentrum stellt sie dabei das Lesen, welches zu mehr Verständnis führe und neue Ideen anrege, solange es mit wachem und kritischem Geiste geschehe.Bei der Maturfeier der Kantonsschule Büelrain in der Aula geht es beschaulicher zu und her. 115 von 119 Schülern haben die Abschlussprüfungen bestanden, Jahrgangsbeste war dabei Sabrina Schalcher mit einem Notendurchschnitt von 5,56. Auf eine Maturrede im konventionellen Sinne wurde verzichtet. Dafür erhielten eine Absolventin und zwei Absolventen das Wort. Dieese nutzten die Gelegenheit, um mit abwechslungsreichen Dialogen und vielen Metaphern auf die Zeit am Büelrain zurückzublicken, ein Versuch, welcher mit grossem Applaus honoriert wurde.

(Susanna TrunIger)